31.12.2011

Altjahresabend

Diese Nacht ist wie ein Fluss.
Mein Bett ist ein Kahn.
Vom alten Jahr stoße ich ab.
Am neuen lege ich an.
Morgen spring ich an Land.
Dies Land, was ist's für ein Ort?
Es ist keiner, der's weiß.
Keiner war vor mir dort.
(Josef Guggenmos)

23.12.2011

Weihnachten

Ich wünsche allen ein gesegnetes Weihnachtsfest, erholsame Feiertage sowie einen guten Start ins Neue Jahr.

Hier noch ein Ausschnitt aus dem diesjährigen Weihnachtskonzert:

11.12.2011

Advent

Zwischen allen Leuchtreklamen
Warten auf das eine Licht
das in Kriegs- und Schreckensdramen
Frieden für die Welt verspricht

Unter allen lauten Schreien
die die Ohren zugedröhnt
will ein leiser Ruf befreien
dass die Welt mit Gott versöhnt

Über allen Dunkelheiten
leuchtet still ein neuer Stern
Gottes Sohn will uns begleiten
seine Ankunft ist nicht fern

(Hans-Rudolf Kruse * 1944)

07.12.2011

Nikolaus in Moritzburg

So sah es gestern aus vor meiner Tür. Gut, dass der Nikolaus überhaupt etwas dagelassen hat, die Dritties hatten nämlich frecherweise die Schuhe entwendet.

05.12.2011

Übergang

Der friedliche Übergang des Herbstes zum Winter ist keine schlechte Zeit


Es ist eine Zeit, in der man aufbewahrt und Vorräte sammelt, soviel man kann. Es ist schön, wenn man alles sammelt, was man ganz nah bei sich hat, seine Wärme und seine Gedanken, und wenn man sich weit innen einen sicheren Ort gräbt, wo man das verteidigt, was wichtig ist und kostbar und was man besitzt.
Dann können Kälte und Stürme und Dunkelheit kommen, soviel sie nur wollen. Sie tasten über die Wände und suchen nach einem Eingang, doch alles ist verschlossen.
Und wer Vorsorge getroffen hat, sitzt drinnen und lacht in seiner Wärme.
(aus "Herbst im Mumintal" von Jansson)

27.11.2011

Adventsgedicht

Immer ein Lichtlein mehr
im Kranz, den wir gewunden,
dass er leuchte uns so sehr
durch die dunklen Stunden.

Zwei und drei und dann vier!
Rund um den Kranz - welch ein Schimmer!
Und so leuchten auch wir,
und so leuchtet das Zimmer.

Und so leuchtet die Welt
langsam der Weihnacht entgegen.
Und der in Händen sie hält,
weiß um den Segen! 

(Matthias Claudius (1740-1815))

23.11.2011

das Wort

Am Anfang war ein Wort, ein kleines das sich in einem Gespräch nach draußen stahl. Das Wort hieß „vielleicht“. Doch blieb es nicht allein, schon bald gesellte sich ein zweites zu ihm. Nun konnte man „haben vielleicht“ hören. So wuchsen die Wörter gemeinsam weiter, wann immer sie durch die Zähne schlüpften. Sie wurden verwendet in Gesprächen, wenn die Menschen sich trafen, beim Kaffetrinken, auf der Straße, im Geschäft. Schon bald war aus dem Wort ein ganzer Satz geworden und auch der wuchs immer weiter.
Am Ende war es ein Gerücht, welches unter der Hand von Ohr zu Ohr ging. Jeder hörte es, jeder sagte es einem andern. Keiner fragte wie es entstanden war. Niemand wusste wer es als erstes ausgesprochen hatte.Die Wörter aber breiteten sich aus über der ganzen Stadt. Das am Anfang ein „vielleicht“ gestanden hatte, daran konnte sich keiner erinnern. Aus „vielleicht“ war Gewissheit geworden.
Die Macht des Gerüchts stieg mit dem Gerede in den Gassen. Es beherrschte die Menschen.
Die Wahrheit aber war das nichts gewesen war, doch interesierte sich niemand mehr dafür.

20.11.2011

Überraschung der Woche

ist diese kleine Aufmerksamkeit, die neulich in meiner Küche stand. Vielen Dank dafür. Sie hat sehr gut geschmeckt.

16.11.2011

bunter Herbst

ist bei mir gerade. Nicht nur das die Bäume im Unigelände so langsam alle ihre Blätter losgelassen haben, auch ein bunter Strauß an Aktivitäten weht in meinem Herbst herum.
So war ich kürzlich mit Freunden auf einem Filmdreh, koste mich durch die Herbstteesorten meiner Freunde und WG und bin ansonsten sehr beschäftigt mit studieren, Chor leiten oder Sitzungen und so mancher Bastelaktivität. Das Fröbelsternseminar meiner Direktorin ist hier schon legendär, auch ich kann es nun.

Freude der Woche ist ein netter Link auf Facebook, warum darauf dürft ihr selbst kommen.
Ein kleiner Tipp: es hat etwas mit meinem Sommerpraktikum zu tun und mit Jacob Shepetinski .

06.11.2011

Netzwerke

Wie gut bist du vernetzt?
Bewegst du dich sicher
zwischen Seilen,
virtuellen Knoten
und in sozialen Netzwerken?

Hältst du das Netz oder hält das Netz dich?
Hält es dich gefangen
oder rutscht du
durch die Maschen
von Facebook, Twitter und Co?

Wer knüpft die Fäden,
an deinem Netz,
setzt Knotenpunkte
und macht dein Netz tragfähig?

Bist du gut vernetzt?

31.10.2011

Abfischen

war gestern in Moritzburg und weil ich ja neugierig bin, musste ich mir das Ganze unbedingt ansehen.
Zunächst fuhr ich mit dem Bus. Bis Boxdorf ging das auch ganz gemütlich, danach standen wir in einer Schlange Autos und wurden von den Fußgängern überholt. Zumindest bis der Busfahrer die Nase voll hatte und die dritte Spur erfand. Dann gings auch ganz schnell durch die Absperrung der Sicherheitsleute.
Als ich dann endlich am Ort des Geschehens war, war das Meiste schon vorbei: der Teich abgelassen, die Fische herausgeholt, die Menschen am Bratwurststand oder am heim gehen. Und jeder trug in einer Pastiktüte stolz den Grund des Festes nach Hause: einen zumeist toten Fisch.

23.10.2011

Buch erschienen

Manchmal wird dann doch etwas veröffentlicht von dem, was ich geschrieben habe.
Zum Beispiel kürzlich im net-Verlag. Das Buch "Poesie zum Verschenken" enthält gleich mehrere meiner Werke und darüber hinaus eine bunte Sammlung weiterer Gedichte zu den verschiedensten Themen.
Danke an Jasmin, die bereit war meine Vorstellungen von Illustrationen wahr werden zu lassen.

16.10.2011

Reicht fast(en)?*

Was sind schon hundert Gramm denkst du
während du noch zweifelnd
auf die Menge siehst.
Davon soll man satt werden?

Und sorgfältig zählst du
jedes einzelne Korn in eine Schale,
setzt den Topf auf
kochst sie mit liebevoller Geste,
nur mehr wird es davon nicht.

Und du denkst an die Kampagne
die da heißt "weniger ist leer"
die dir auf einmal viel näher ist.
Für dich ist es ein Experiment,
eine Herausforderung
innerhalb einer klar abgesteckten Zeit.

Für ein Drittel der Welt
ist diese Schale Reis
die einzige Nahrung am Tag.

*Die Aktion Reicht fast(en) ist eine gemeinsame Kampagne der Micha Initiative und der Aktion "Eine Schale Reis". Aufmerksam darauf geworden bin ich über die Micha Gruppe in Dresden.

12.10.2011

Angefangen

habe ich schon vor einer Weile mit dem Studieren in der Stadt mit dem berühmten Schloss.
Die Einführungswoche ist lange vorbei(und war gut gefüllt mit allen Arten von Programm- Einführung in die Studienfächer, Theaterbesuch, Kennenlernen des Umfeldes, Kennelernen der Diakonengemeinschaft).
Begrüßt wurden wir mit einem Überlebenspacket(3.Semesters) und einem Trunk getreu dem Motto "kommt und seht wie freundlich die Fünfties(5.Semester) zu euch sind." Auch den Studentenkeller haben wir schon erobert.

Seit letzter Woche studiere ich nun auch richtig(geht falsches Studieren überhaupt?) und arbeite mich von Modul zu Modul. Nach intensiver Beschäftigung mit dem Stundenplan herrscht auch da nun Durchblick- und alles andere lässt sich ja rausfinden.
Wer genauer wissen will wie es ist, dem sei das Video des Monats empfohlen, es gibt einen sehr guten Überblick. Oder ihr kommt mich einfach mal besuchen.

16.09.2011

Regenwald oder so


Nein das ist kein Regenwald sondern das neue Gondwanaland im Leipziger Zoo. In diesem habe ich gestern einen wunderschönen Tag verbracht und mich nebenbei in Urlaubsstimmung geträumt.
Für alle die auch mal Urlaub vom Alltag brauchen ist ein Besuch empfehlenswert, gerade wenn das Wetter so schön ist wie gestern.

Beim berühmten Opossum habe ich mich auch brav angestellt, die Kenner an der Scheibe behaupteten allerdings das nur "Teddy" sich die Ehre gab. Aufs Beweisbild habe ich verzichtet, es schlief gerade und wer will schon ein Bild von schlafenden Fellhaufen.
Überholt wurde ein Filmteam am Elefantenhaus, das leichten Frust versprühte. Dem Vernehmen nach standen sie da schon zwanzig Minuten als ich vorbei zog, der Elefant schaute in die falsche Richtung und so gar nicht in die Kamera.


Gehalten habe ich es wie die Seebären: Ganz gemütlich- so dauerte meine Zootour dann auch über vier Stunden, was beim Eintrittspreis aber auch angemessen war.

10.09.2011

Dem Ende entgegen

neigt sich mein aktivier Sommer. Seit gestern bin ich von TEO outdoor zurück und damit endet die Phase des "unterwegs seins" und "weg fahrens". Wer TEO(Tage ethischer Orientierung) nicht kennt, dem sei soviel verraten: 100 Kinder treffen sich in Höfgen bei Grimma und erleben dort vier Tage Natur pur.
Ich war als Teamerin dabei und kann nun super Kothen aufstellen(noch besser bin ich im abbauen), Feuer machen und Essen über der Feuerstelle kochen. Details gerne im persönlichen Gespräch.

05.09.2011

Tag der Sachsen

















in Kamenz. Dabei waren es ja drei Tage, die ich moderierend mit Hauke und Sebastian auf der Kirchenbühne verbringen konnte.
Das ganze hat sehr viel Spaß gemacht, was auch am abwechslungsreichen Programm lag: Zwischenfall und Cafe Jazz gaben sich die Ehre, die "Regenbogenstraße" begeisterte die Kleinsten genauso wie Clown Leo.Wer nicht wenigstens einmal bei uns vorbei gesehen hat, der hat etwas verpasst.
Ganz lieben Dank an die Veranstaltungstechnik Benedikt die stets dafür Sorge trug unsere Stimmen über den Platz schallen zu lassen und uns ins rechte Licht zu setzen.
Im Bild: Bagad Kadoudal aus der Bretagne.

30.08.2011

Wieder zurück

bin ich aus Lettland und ich muss sagen Riga ist wirklich eine Reise wert.
Ansonsten herrscht grade etwas Schreibfrust. Es ist nicht so das ich gar nichts schreiben würde aber das was entsteht kann oder soll nicht auf den Blog.
Deshalb gibt es heute auch wieder ein Bild. Entstanden ist es in Cinevilla einer Stadt, die extra für einen Kinofilm gebaut wurde.

16.08.2011

andere Laender andere Sitten

Ich bin in Riga! Wer haette das gedacht!
Die lettische Gastfreundschaft ist unglaublich und das Essen ist super lecker. Das einzige an das wir uns noch gewoehnen muessen ist die Tatsache, dass man das Klopapier hier nicht in die Toilette wirft sondern in den Papierkorb daneben. Bin gespannt wie sich der Geruch dann in den naechsten Tagen entwickelt, denn wir sind 15 Leute im Zimmer, ... .

Urlaub ist so toll!

13.08.2011

Pack die Badehose ein, ...

zumindest könnte ich das langsam tun, so oft wie ich in den letzten Wochen nass geworden bin. Dabei war ich gar nicht am Badestrand sondern nur in Dresden unterwegs. Bei Sonnenschein gestartet und dann doch jedes Mal wieder in einen Wolkenbruch geraten. So auch gestern Abend auf der Strecke Albertplatz- nach Hause: Duschen umsonst.

Mein Praktikum neigt sich nun auch schon dem Ende entgegen, was ein wenig schade ist, bereitet es mir doch nach wie vor große Freude. Demnächst solls nach Lettland gehen. Vielleicht versuche ich es da nochmal mit planschen im Meer. Aber diesmal nehme ich einen Schirm mit, egal wieviel Sonnenschein die Wettervorhersage verspricht. Besser wird es sein.

05.08.2011

Was ich gerade so mache

in meinem tollen Praktikum, lässt sich nicht so genau beschreiben. Gerade heißt eine meiner Aufgaben Projektdokumentation. Dabei ist zum Beispiel folgendes entstanden:

30.07.2011

Bin auf Reisen

in Deutschland: Leipzig, Dresden, Freiberg, Rostock, Warnemünde, Bad Doberan, Berlin, Dresden, ... .
Hier die Impressionen von Rostock und Umgebung:

22.07.2011

mit anderen Augen

Unterwegs mit anderen Augen
blickst du neu auf dein Land,
die Gewohnheiten,
die Regeln
und bemerkst
wie verklemmt manches ist,
wie engstirnig
in einer Gesellschaft
die von sich selbst sagt
sie sei weltoffen.

14.07.2011

Unterwegs

bin ich gerade mit einer Gruppe aus Papua-Neuguinea und Deutschland. Zwischen Leipzig und Dresden, Freiberg und Berlin lernen wir uns gerade kennen und unsere Gewohnheiten mit neuen Augen zu sehen.
Daneben gilt es Gemeinsamkeiten zu entdecken, Vorurteile abzubauen, deutsches Essen zu probieren und natürlich so viel wie möglich zu besichtigen.

09.07.2011

zum letzten Mal

Nun gehst du zum letzten Mal
durch die Tür.
Lange warst du hier,
hast gelernt, geschuftet und gezweifelt,
Niederlagen erlebt
und Erfolge gefeiert.

Heute ist es vorbei
und wenn sie hinter dir zu fällt
wirst du nie wieder zurückkehren.
Du drückst auf die Klinke,
gehst mit einem lachenden
und einem weinenden Auge
neuen Zielen entgegen.

04.07.2011

im Zoo

 war ich kürzlich, mit mir. Ein Besuch lohnt sich, wie die Bilder zeigen:      

26.06.2011

Die Elite

Sie sagen
du gehörst jetzt
zur Elite
aber
du fühlst dich nicht so.

Sie sagen,
dass du immer zehn Minuten
früher da sein musst.
Und
du tust es.

Sie sagen,
dass du dich gehobener
ausdrücken sollst
und
nu kein Wort ist.

Sie sagen,
dass du den lateinischen Begriff
verwenden mögest.
Dabei
warst du immer stolz auf deine Muttersprache.

Sie sagen,
du musst wissen,
was in der Welt passiert.
Und du
abonnierst sämtliche Newsletter.

Sie sagen,
dass du sportlich zu sein hast.
Deshalb trimmst du dich
ab sofort
täglich.

Sie sagen
die Elite
sei jung
dynamisch
und gebildet.

Und du fragst dich
wo du gelandet bist
und ob
du
das alles wirklich willst.

Drei Jahre später
hast du es geschafft:
Das Ziel ist erreicht,
endlich
Abitur.

Und du weißt jetzt
es geht
ohne Tageszeitung,
ohne Newsletter,
ohne die Tagesschau.

Mit Lücken
in den Hausaufgaben
und fehlenden Seiten
im Hefter
mit Wikipedia.

Elite
willst du immer noch nicht sein.
Dafür aber Mensch
und endlich
frei.

19.06.2011

es geht weiter, ...

versprochen. Im Moment erhole ich mich noch von den Abiturprüfungen und plane meinen Sommer, der eine Fahrt nach Lettland beinhalten wird und so manches andere.
Daneben nutze ich die Zeit, um z.B. mit meiner neuen Kamera durch Dresden zu ziehen.
Seid gespannt- bald mehr!

09.06.2011

Da wird auch dein Herz (gewesen) sein


Da war das Herz bewegt
drei Tage lang
und schlug einen anderen
als den gewohnten Takt,
den des Kirchentages
in Dresden.
Dort wurde herzlich gefeiert,
Bekannte wurden geherzt
und das Herz sollte geborgen sein bei Gott.
Und es heißt das einige ein Herz fanden
oder ihres verschenkten
weil da zwei Herzen im Gleichklang schlugen.





24.04.2011

Ostern

Es rauschen und klingen,
Es duften und singen
Die Wipfel im Hain,
Die Blumen am Rain,
Die Bächlein in Klüften,
Die Vöglein in Lüften:
Der Herr ist erstanden!

Was steht ihr und weinet
Um Gräber vereinet?
Der Sieg ist errungen,
Der Tod ist bezwungen,
Der Stein ist gehoben,
Es tönet von oben:
Der Herr ist erstanden!

(Julius Sturm) 

15.04.2011

Regen

Und der Regen fällt,
schickt kleine Tropfen
auf meine Stadt,
die die Welt
nass machen
wenn sie
auf den Gehsteig schlagen.



Ich sitze schreibend da,
während das Wasser
sanft an mein Fenster klopft
als wolle
es mich besuchen
in meiner Einsamkeit.

10.04.2011

Gefunden

Ich ging im Walde
So für mich hin,
Und nichts zu suchen,
Das war mein Sinn.


Im Schatten sah ich
Ein Blümchen stehn,
Wie Sterne leuchtend,
Wie Äuglein schön.


Ich wollt es brechen,
Da sagt es fein:
Soll ich zum Welken
Gebrochen sein?


Ich grub's mit allen
Den Würzlein aus.
Zum Garten trug ich's
Am hübschen Haus.


Und pflanzt es wieder
Am stillen Ort;
Nun zweigt es immer
Und blüht so fort.


(Johann Wolfgang von Goethe)

03.04.2011

Frühling

Kaum schickt die Sonne
die ersten Strahlen ins Land
zieht es die Menschen
wieder ins Freie:

Da werden Räder aufgepumt,
Würstchen gegrillt,
Decken ausgebreitet
und Haut ausgepackt.

Der verlassene Weg am Fluss
wird zur Flaniermeile
der Jogger,
Skater,
Spaziergänger.

Frühling liegt in der Luft
und gibt
eine erste Ahnung
von Sommer.

01.04.2011

niedere Mathematik

weil ich mich manchmal quäle mit der Mathematik, heute ein Gedicht dazu:

Niedere Mathematik
Ist die Bosheit häufiger
oder die Dummheit geläufiger?
Mir sagte ein Kenner
menschlicher Fehler
folgenden Spruch:
"Das eine ist ein Zähler
das andere ein Nenner,
das Ganze - ein Bruch!"
    (Erich Kästner)

25.03.2011

Ja, sie leuchten

unsere gezüchteten Bakterien. Und dann auch noch an der richtigen Stelle.
Es hat geklappt!!!. Ist doch schön, wenn der Versuch funktioniert und man nebenbei gleich die Theorie in die Praxis umsetzt. Wie man sich darüber freuen kann, können wahrscheinlich nur Biotechnologen verstehen,...

18.03.2011

Wenn du kommst

Wenn du kommst
wird alles so weit sein:
der Platz geschmückt,
den ich frei gehalten habe,
deinetwegen.

Wenn du kommst,
wird da ein Kuchen sein,
mit Liebe gebacken
und Schokolade
nur für dich.

Wenn du kommst
wird alles bereit sein,
denn es wird gefüllt,
was lange leer blieb
und fehlte.

Wenn du wieder kommst.

11.03.2011

Im Nebel

Seltsam, im Nebel zu wandern!
Einsam ist jeder Busch und Stein,
Kein Baum sieht den andern,
Jeder ist allein.


Voll von Freunden war mir die Welt
Als noch mein Leben licht war;
Nun, da der Nebel fällt,
Ist keiner mehr sichtbar.

Wahrlich, keiner ist weise,
Der nicht das Dunkel kennt,
Das unentrinnbar und leise
Von allen ihn trennt.

Seltsam, im Nebel zu wandern!
Leben ist Einsamsein.
Kein Mensch kennt den andern,
Jeder ist allein. 


 (Hermann Hesse)

06.03.2011

04.03.2011

Komm, Herr, segne uns,
daß wir uns nicht trennen,
sondern überall
uns zu dir bekennen.

Nie sind wir allein,
stets sind wir die Deinen.
Lachen oder Weinen
wird gesegnet sein.
(Dieter Trautwein)

19.02.2011

Ausnahmezustand

ist in der Stadt, mal wieder.



Für nächste Woche wünsche ich mir ein ruhiges Wochenende, ohne Demo, ohne Blockade, ohne Presse.
Einfach Dresden.

12.02.2011

Kleiner Mut

Manchmal wüsche ich mir
ein kleines bißchen mehr Mut
um Aufzustehen
gegen die Ungerechtigkeit.

Manchmal wünsche ich mir,
dass viele Leute
mehr Mut haben.

Manchmal wäre ich
lieber mutig
statt ängstlich.

08.02.2011

Anna übt

Anna übt
und der Bogen kratzt
über die Seiten,
beim Versuch,
dem Instrument ein paar Töne
zu entlocken.

Konzentriert steht sie da,
setzt die Finger,
um hervorzubringen
eine Melodie
nach Noten.

Schräge Klänge
breiten sich
im Raume aus,
die Katze flüchtet
doch ich bleibe.

Vielleicht wird sie einst
auf einer Bühne stehen,
vor Publikum,
das nur gekommen ist,
um sie zu hören.

Vielleicht.
Irgendwann.
Aber heute
ahnt man
nur den Ansatz
einer Harmonie.

Anna übt.

07.02.2011

Bitte nicht

Letzte Woche las ich in der Tageszeitung, die uns jeden Tag ins Haus flattert, dass man jetzt auch E-mailadressen einrichten kann, bei denen einem definitiv keine Werbung zugeschickt wird. Allerdings kosten die dann auch. Ich frage mich nur, was ich mit meiner vielen Zeit anstellen soll, wenn keine Werbung kommt. Dann bin ich doch gar nicht mehr informiert über die Superangebote von Amazon, die Singles in meinem Umkreis, die Gewinnspiele, die nur mich ausgewählt haben, die Mensaumfrage, die neusten Buchveröffentlichungen, neues von meinem Webaccountanbieter!
Bitte nicht die Werbemails einstellen. Sonst gibt es am Ende Tage an denen ich keine Mails mehr erhalte!


Für Freunde von Kurzgeschichten und Herzschmerz
bietet dieses Buch genügend Lesestoff.

Zu beziehen im net-Verlag

28.01.2011

Morgen

Morgen fang ich mein Tagebuch an.
Morgen nutz ich meine Zeit. 
Morgen nehm ich mir viel viel Zeit,
Zeit für dich und mich. ...

Morgen ist auch noch ein Tag.

Morgen, morgen,
ganz bestimmt schon morgen.
Morgen, morgen,
ganz bestimmt schon morgen.

Oder übermorgen.

(Gerhard Schöne)

22.01.2011

Tief beeindruckt

hat mich gestern der Abendfilm bei arte.


und die Frage geht mir nach: Was bringt einen paälästinensischen Vater dazu, so zu entscheiden und damit Israelis das Leben zu retten? Bin tief bewegt.

11.01.2011

Wasser marsch

Ich habe es getan.
Okay, ich musste.
Ich war im Wasser.
1000 Meter aus der kalten.
Ich war schwimmen.
Irgendwann holte mich
der Lehrer aus dem Wasser.
Da waren die anderen schon gegangen.
Die Zeit verschwieg er mir.
Aber immerhin, ich bin nicht abgesoffen.

Geht einer mit mir üben?

06.01.2011

wird manches anders, ...

dieses Jahr:
So wird sich hier demnächst mehr "Fremdgeschriebenes" finden und wahrscheinlich werden auch die Abstände zwischen den Posts etwas größer.
Das liegt nicht daran, dass ich nicht mehr schreiben will, sondern schlicht und ergreifend an den bevorstehenden Prüfungen. Danach gibt's dann neue Infos, ...

Anders war auch mein Start in das Jahr geplant. Aber manchmal muss man Dinge langsamer angehen.

Lieber Gruß an alle Leser!

01.01.2011

Wir wollen glauben

Wir wollen glauben 
an ein langes Jahr,
das uns gegeben ist, 
neu, unberührt, 
voll nie gewesener Dinge,
voll nie getaner Arbeit, 
voll Aufgabe, Anspruch,
Zumutung.

Wir wollen sehen, 
daß wir´s nehmen lernen, 
ohne all zu
viel fallen zu lassen, von dem, 
was es zu vergeben hat, 
an die, die Notwendiges, 
Ernstes und Großes 
von ihm verlangen.

(Rainer M. Rilke)